Oliver Grein ist neuer Gemeinderat der Grünen-Fraktion

Die Gemeinderatsfraktion der Hockenheimer Grünen ist wieder komplett: Oliver Grein rückt für die verstorbene Hildegard Jahn-Petermann nach.

Advertisements

Nachruf

Wir trauern um

Hildegard Jahn-Petermann

Hildegard war eine starke Persönlichkeit. Sie hatte klare Grundsätze, stand für diese ein und handelte danach.

Klar, freundlich aber bestimmt hat sie nicht nur im Gemeinderat ihre Meinung vertreten. Sie war ein Mensch, von dem man auch Hilfe erwarten konnte, wenn man welche brauchte.

Wir erinnern uns an die Gespräche mit ihr, ihre Geselligkeit, ihr Lachen. All die Jahre war sie uns eine verläßliche Wegbegleiterin.

Betroffen nehmen wir Abschied von Hildegard. Unser Mitgefühl gilt ihrem Mann Bruno und seiner Familie.

Ortsverband und Fraktion

Bündnis 90/Die Grünen Hockenheim

Gemeinsame Sitzung des Ortsverbandes und der Fraktion

Bei ihrer nächsten öffentlichen Fraktionssitzung am Montag, 24. September um 19.00 Uhr in der Zehntscheune (1.Obergeschoss, Raum links) gedenken die Hockenheimer Grünen der verstorbenen Fraktionskollegin Hildegard Jahn-Petermann.

Hildegard Jahn-Petermann

Die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung werden, dem Anlass angemessen, in verkürzter Form besprochen. Dafür bittet die Fraktion der Grünen um Verständnis.
Um besser planen zu können bitten wir unter Ahaerdle@t-online.de um Rückmeldung.
Die Fraktion und der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Hockenheim

Grüne im Gespräch – Öffentliche Fraktionssitzung / Vorbesprechung der Gemeinderatssitzung

„Stadtradeln mit den Grünen“ lautete das Motto bei der etwas „anderen Fraktionssitzung“ im Juni. Neben den Tagesordnungspunkten der Gemeinderatssitzung rückten „am Wege“ liegende Themen in den Blick der  Radtourteilnehmer. Der aufmerksame Beobachter kann dieser Tage feststellen, dass der C 4-Camping-Bereich nicht mehr von Formel-1-Besuchern in Beschlag genommen wird. Im Zuge der auf 10 Jahre ausgelegten Forsteinrichtung wird der Stadtwald in diesem Bereich vielmehr  eine Aufwertung erfahren. Die Erfahrungen des Forsts mit dem Anbau verschiedener Baumarten im Mannheimer Dossenwald können dafür eine Grundlage bilden. „Damit wird der jahrelange Einsatz der Grünen-Fraktion für den Erhalt des etwa 81 ha umfassenden Stadtwaldes im Sinne seiner Erlebbarkeit belohnt“, freut sich Stadträtin Larissa Rotter.

Bei der öffentlichen Fraktionssitzung der Grünen, die am Montag, 23. Juli um 19.00 Uhr in der Zehntscheune (1.OG, Raum links) stattfindet, werden wie gewohnt die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung im Mittelpunkt stehen. Auf Antrag der Grünen-Fraktion erfolgt ein  Tätigkeitsbericht über die Wirtschaftsförderung in Hockenheim, Aufstellungs- und Aufhebungsbeschlüsse verschiedener Bebauungspläne stehen an. Dass  Klimaschutz und Mobilität kein Widerspruch sein müssen, wird bei dem Tagesordnungspunkt Klimaschutzteilkonzept Mobilität deutlich. Das Thema Mobilität ist in Hockenheim endgültig angekommen, stellen die Grünen fest.

Eine weitere Neuerung ist: Interessierte Besucher können sich an Hand vorbereiteter Schautafeln über die Arbeit des Fraktionssprechers Adolf Härdle in seiner Funktion als Kreisrat informieren.

Es grüßen

Adolf Härdle   Hildegard Jahn-Petermann    Michael Behr   Larissa Rotter

Für die Fraktion

Grüne möchten Biotopvernetzung endlich voranbringen

„Ich gehe davon aus, dass weiterhin ein Interesse an der Erarbeitung
einer Biotopvernetzungskonzeption besteht,“ stellt Adolf Härdle in seiner Funktion als
Mitglied im gemeinsamen Ausschuss der vVg Hockenheim fest. Nach mehreren
vergeblichen mündlichen Nachfragen wandte sich Härdle schließlich in einem Schreiben an den Vorsitzenden des gemeinsamen Ausschusses, Oberbürgermeister Dieter Gummer, und bat darum sich mit den Bürgermeisterkollegen der Nachbargemeinden ins Benehmen zu setzen und zeitnah die Terminierung einer Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises anzuberaumen.
Hintergrund ist: Bereits am 19. März 2014 beauftragte der gemeinsame Ausschusses der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft in einer Sitzung das Büro Planung + Umwelt aus Stuttgart mit der „Erarbeitung einer Biotopvernetzungskonzeption“ auf dem Gebiet der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim –Reilingen -Altlußheim – Neulußheim.
Grundsätzlich habe man Verständnis dafür, teilen die Grünen in ihrer Pressemitteilung mit, dass Verfahrensabläufe und Mindestinhalte einer Biotopvernetzungskonzeption mit der Unteren Landwirtschaftsbehörde und den beteiligten Kommunen abzustimmen waren. Die Mitglieder des projektbegleitenden Arbeitskreises, die eine abgestimmte Umsetzung der Biotopkonzeption ermöglichen sollen, seien inzwischen bestimmt. Nach Anlaufschwierigkeiten fand dann am 15. Februar 2017 die erste Sitzung des Arbeitskreises zur Biotopvernetzungskonzeption statt, bei der die Bereitschaft aller Beteiligten zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu erkennen war. Seit dieser Zeit gebe es keine schriftliche Rückmeldung über den Stand des Verfahrens und über das weitere Vorgehen, bedauern die Grünen.
Die eingetretenen wirtschaftlichen, verkehrlichen, demografischen und strukturellen
Veränderungen erforderten eine 1. Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2020 der Verwaltungsgemeinschaft. Hierbei stand insbesondere der „Nutzungsgedanke“ im Vordergrund. Eine Biotopvernetzungskonzeption verfolge hingegen neben einer „menschenwürdigen Umwelt“ vorrangig die „natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und weiter zu entwickeln“, heisst es weiter.
„Die Biotopvernetzungskonzeption stellt eine Chance dar, der Kulturlandschaft ein Gesicht zu geben“, so die Auffassung der Grünen im Horan.
Die über 7054 ha umfassenden Gemarkungsflächen der Verwaltungsgemeinschaft
erfahren vielfältige Nutzungen. Laut den statistischen Erhebungen stehen über 1694 ha Bauflächen, Siedlungs- und Verkehrsflächen mit zunehmender Tendenz 3081 ha
Landwirtschaftliche Nutzflächen mit abnehmender Tendenz gegenüber. Die Ausweisung von Baugebieten fordere seinen Tribut. Ausgleichsflächen und die vermehrte Inanspruchnahme wertvoller landwirtschaftlicher Flächen seien die Folge. Die Kulturlandschaft in der Verwaltungsgemeinschaft weise grundsätzlich einen beachtlichen Anteil von Landschafts- und Naturschutzgebieten aus, jedoch seien die Biotope seltener geworden und damit weitgehend isoliert. Eine Vernetzung könne erfolgen durch gezielte Vergrößerung von Biotopen in Richtung auf Nachbarbiotope und die Anlage von Korridorbiotopen, die von den betreffenden Arten zumindest durchwandert werden können. Die Errichtung von Trittsteinbiotopen verringere den Abstand zwischen den Lebensräumen auf eine für maßgebliche Arten überwindbare Entfernung.
Der Hardtwald im Bereich der HoRAN-Gemeinden ist durch die Kraichbachniederung und die A6 zerschnitten. Hier wäre die Wirksamkeit von Trittsteinbiotopen oder Gehölzstreifen zu prüfen. In der Rheinniederung von Hockenheim und Altlußheim gebe es große, offenbar zunehmende Laubfroschpopulationen, mutmaßlich Knoblauchkröten und andere Amphibienarten. Die Amphibienvorkommen sind jedoch durch den Hochgestadesporn von Alt- und Neulußheim und durch verschiedene Straßen getrennt.
Die Hochgestaderänder stellten von Natur aus große, zusammenhängende
Trockenbiotopsysteme dar. Dieser Zusammenhang ist durch Siedlungs- und Straßenbau an vielen Stellen verloren gegangen. Einen Überblick über die aktuell funktionsfähigen und die noch reaktivierbaren Trockenbiotopverbindungen gibt es bislang nicht.
Die Horan-Grünen erwarten, dass dem Vorhaben einer gemarkungsübergreifenden
Biotopvernetzungskonzeption künftig erste Priorität eingeräumt und vor den
Sommerferien eine Arbeitskreis-Sitzung durchgeführt wird.
Der projektbegleitende Arbeitskreis könnte bei der Umsetzung der
Biotopvernetzungskonzeption eine wichtige Aufgabe übernehmen. Das gemeinsame
Gespräch und der fachliche Austausch aller Beteiligten sind dabei anzustreben.
Was fehlt an diesem Wirtschaftsweg? Richtig! Bäume!

5. Tour d’HoRAN der Grünen im Horan – Eine Zeitreise der besonderen Art

HoRAN.Eine Zeitreise der besonderen Art unternahmen die Grünen im Horan bei ihrer fünften Tour d`HoRAN. Adolf Härdle hatte die Idee und Jochen Rotter die Federführung für die Vorbereitung übernommen. Den Besuch des Friseurmuseums in Altlußheim, des Turmuhrenmuseums in Neulußheim und des Heimatmuseums in Reilingen hatten sich die Radtour-Teilnehmer vorgenommen und sie nahmen sich dafür die Zeit.
Friseurmuseum: Der Friseurberuf hat eine lange Tradition
Am Treffpunkt im liebevoll eingerichteten „Schnuteputzer`s Friseurmuseum“ im
Bürgerhaus Altlußheim angekommen, gelang es Friseurmeister Willi Dörr den
interessierten Besuchern manch Wissenswertes über die Geschichte des
Friseurhandwerks zu vermitteln. Der Kauf einer Saloneinrichtung aus den 1930er Jahren war der Ausgangspunkt für die Idee, ein Friseurmuseum einzurichten. Ein
Förderverein Friseurmuseum Altlußheim e.V. wurde gegründet und es war nur eine Frage der Zeit bis ein geeigneter Raum gefunden wurde. Der Friseurberuf hat eine lange Tradition, wußte Dörr zu berichten. Der Barbier oder Bader im Mittelalter war nicht nur für die Frisur und die Bartpflege zuständig, auch wenn es um Probleme mit den Zähnen ging, war er ein gefragter Mann. Zur Veranschaulichung holte Willi Dörr eine Zange aus der Vitrine, mit der die Zähne gezogen wurden. Die Begeisterung der interessierten Zuhörer hielt sich doch deutlich in Grenzen. In früheren Zeiten wurden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, die Haare nicht einfach entsorgt, sondern regelrecht gesammelt. Uhren-, Halsketten,Broschen, Armreife aus Haaren wurden gefertigt. Die gezeigten Exemplare trafen da schon mehr den Geschmack der weiblichen Museumsbesucher. Um die 3.000 Exponate, darunter 400 Onduliergeräte, 250 Rasiermesser (das älteste aus dem Jahr 1813), jede Menge Trockenhauben konnten bewundert werden. Es fiel schwer Abschied zu nehmen. Gestärkt durch ein erfrischendes Getränk, von Willi Dörr kredenzt, wurde die Radtour, an der neben Mitgliedern der Grünen, den Gemeinderäten und Stadträten aus der Verwaltungsgemeinschaft auch die Wahlkreisabgeordneten Manfred Kern (MdL) und Dr. Danyal Bayaz (MdB) teilnahmen, fortgesetzt.
Willi Dörr führt die Funktionsweise eines Rasierklingenschärfegeräte vor
Turmuhrenmuseum: Faszinierende Welt der Turmuhren
In Neulußheim angekommen, folgten die Tourteilnehmer fasziniert den Ausführungen
von Norbert Schäfer über seine Turmuhrensammlung in Neulußheim.
Kaum waren die steilen Treppen erklommen, eröffnete sich im Dachgeschoß eines ehemaligen Schulgebäudes die faszinierende Welt der Turmuhren. Museumsleiter und

leidenschaftlicher Sammler, Norbert Schäfer, verstand es den interessierten Besuchern nicht nur seine Turmuhren zu präsentieren, sondern auch die Geschichte der Zeitmessung zu vermitteln. Mit dem Ausspruch „Wir treffen uns auf ein Glas“ war laut Schäfer nicht das Trinken eines Glas Weins gemeint, sondern die Zeit des Gesprächs. Eine Sanduhr, ein sogenanntes Stundenglas, veranschaulichte dies plastisch. Die ersten Uhrwerke nach dem 12. Jahrhundert hatten noch keine Zeiger, war zu erfahren. Erst um 1500 kam der erste und um 1700 der zweite Zeiger hinzu. Im Mittelalter hatten die Menschen noch kein Zeitgefühl. Die Tage waren bestimmt durch den Lauf der Sonne. Erst durch die industrielle Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert mit dem einhergehenden Einsatz von Maschinen wurde der Tag in Stunden eingeteilt. Die Eisenbahn veränderte die Welt, Zeit und Raum rückten näher zusammen. In Folgedavon wurde 1893 in Deutschland die allgemeingültige Einheitszeit eingeführt. Die von Schäfer entwickelte Unendlichkeitsmaschine, fand das besondere Interesse der Museumsbesucher. „Da komm ́ ich noch mal privat vorbei und schau mir das genauer an“, meinte Dr. Holger O. Porath. Ob der fortgeschrittenen Zeit, das Zeitgefühl war zwischenzeitlich vollkommen abhanden gekommen, wurde die Tour Richtung Reilingen fortgesetzt.

Norbert Schäfer und faszinierte Zuhörer von links nach rechts Michael Behr, Uschi Burkhardt, Dr. Holger Porath und Sohn, Heike Roll und Monika Schroth

Heimatmuseum: Claudia Kohpeiß fühlt sich in der alten Schulbank sichtlich wohl
Das Heimatmuseum, in einem der ältesten Gebäude der Gemeinde (erste Erwähnung
1435) untergebracht, erwies sich als eine wahre Fundgrube der Ortsgeschichte
Reilingens. Ludwig Schell vom „Verein Freunde Reilinger Geschichte“
führte durch die Räume. Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“ wurden geweckt. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Die Wohnungen, deren Wände nach alten Malertechniken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gestaltet sind,
erweckten den Eindruck als hätten die Bewohner den Raum nur für kurze Zeit verlassen. „So einen Küchenherd hatten wir auch“ erinnerte sich Adolf Härdle beim Anblick des alten Holzherds, der mit einem praktischen Wasserschiff versehen war. Aufmerksamkeit zogen auch die aus Emaille gefertigten Bettpfannen im Schlafzimmer auf sich, ersparten diese bis in die 50er Jahre hinein den nächtlichen Gang auf das außerhalb des Hauses gelegenen Plumpsklos. Sichtlich wohl fühlte sich Claudia Kohpeiß in der alten Schulbank und testete gleich mal ihre Rechenkünste.
Claudia Kohpeiß fühlt sich in der alten Schulbank sichtlich wohl und testet gleich mal ihre Rechenkünste
„Die Verwaltungsgemeinschaft HoRAN ist mehr als eine Zweckgemeinschaft“, darin
waren sich Monika Schroth (Neulußheim) Heike Roll (Altlußheim), Larissa Rotter
(Hockenheim) und Anna-Lena Becker (Reilingen) einig. Bei der Einkehr im neuen
Stadtladen des Johanneshofs gab es noch genügend Gesprächsstoff. Der Austausch
wurde nach der vierstündigen Radtour noch kräftig gepflegt. So viel Zeit musste sein.
Adolf Härdle

Waldarbeiten im C4-Bereich des Stadtwaldes

„Die Sträucher und Bäume im Bereich der Innentribüne des Hockenheimrings sind im Einvernehmen mit dem zuständigen Forstamt entfernt worden“, antwortete die Verwaltung auf die Anfrage des Fraktionssprechers der Grünen, Adolf Härdle, in der Februar-Sitzung des Gemeinderats.
Tatsächlich fand mangels Zuständigkeit eine Abstimmung mit dem Revierförster nicht statt. Gleichwohl wird die Maßnahme aus fachlicher Sicht als begründet angesehen, da laut Auskunft von Revierförster Andreas Kolb auf Grund der Bodenverhältnisse (Aufschüttungen) der Untergrund von Trockenheit betroffen war und von einigen Bäumen bereits eine Gefahr ausging. Wie zu erfahren war, soll der Bereich durch Bodendecker und Sträucher eine Aufwertung erfahren. „Wir begrüßen dies ausdrücklich“, meinte Härdle.
Aus dem Schlaf gerissen wurden die Anwohner in der Heinrich-Böll-Straße am gestrigen Mittwoch.  Kurz nach 5 Uhr war die morgendliche Ruhe vorbei.
Mit schwerem Gerät machte sich ein Trupp Forstarbeiter im C 4-Bereich des Stadtwaldes an die Arbeit.

Härdle wandte sich nach Bekanntwerden des Vorgangs umgehend an Forstdirektor Sebastian Eick, Leiter des Forstbezirk Rheintal-Bergstraße, und den örtlichen Revierförster, Andreas Kolb. Eick verwies in seiner Antwort darauf, dass es sich bei der laufenden Forsteinrichtungsperiode 2009 bis 2018, bei 83 Prozent des Holzeinschlags um sogenannte „zufällige Nutzungen“ von Dürrholz, Insektenholz oder Sturmholz handelt. „Zufällige Nutzungen werden von der Forsteinrichtung nicht geplant. Auch bei dieser Hiebsmaßnahme auf den C-Flächen wurden ausschließlich abgestorbene oder absterbende Bäume aus Verkehrssicherungsgründen gefällt“, erläuterte Sebastian Eick.
Um Mißverständnisse zu vermeiden, sei es wichtig die Öffentlichkeit immer wieder sachlich und nachvollziehbar über anstehende Maßnahmen im Wald zu informieren, meinen die Grünen.
Seit Jahren setzt sich die Fraktion der Grünen vergeblich für eine Änderung des Park- und Campingkonzepts der Hockenheimring GmbH ein. Auf Drängen der Grünen hin waren nach der Waldbegehung des Gemeinderates mit dem Forst im Jahr 2016 erste Maßnahmen vorgesehen, die dann allerdings nicht umgesetzt wurden, heisst es in der Pressemitteilung der Grünen. Nach Aussage des Fraktionssprechers gefährdet die Nutzung der Stadtwaldflächen für das Campen von Besuchern des Hockenheimrings den Waldbestand in seiner Substanz. Durch das regelmäßige Ausräumen der Kraut- und Bodenschicht werde die ökologische Funktion des Waldes zerstört.
Sollte es zu keiner Änderung kommen, wird in absehbarer Zeit der Wald nicht mehr als Wald ausgewiesen werden können. Auf Nachfrage wies Forstdirektor Sebastian Eick darauf hin, dass die Planung für das kommende Forsteinrichtungsjahrzehnt 2019 – 2028 derzeit erarbeitet und dem Gemeinderat voraussichtlich im Herbst 2018 vorgestellt werde.
Es sei davon auszugehen, so Härdle, dass der Gemeinderat sich den Erhalt und die Aufwertung des Stadtwaldes zum Ziel setzt. Von der Verwaltungsspitze und der Hockenheimring GmbH erwartet die Grünen-Fraktion im Sinne der Nachhaltigkeit eine klare Haltung dazu.

Fragebogen: Wie sehen die Bürger Hockenheims die Zukunft des Hockenheimrings

„Wie sehen Sie als Bürger Hockenheims die Zukunft des Hockenheimrings und die Weiterentwicklung des Standorts Motodrom“, war eine Fragestellung in der letzten öffentlichen Fraktionssitzung der Hockenheimer Grünen. Wolfram Ritter von der BIT und Thomas Reister, einer der Geschäftsführer der emodrom GmbH, nutzten das Gesprächsangebot zu einem intensiven Meinungsaustausch.
Emodrom-Geschäftsführer Thomas Reister erläuterte nochmals eindringlich die Zielsetzung des 2013 gegründeten Unternehmens, an dem die Hockenheimring GmbH zu 50 % beteiligt sei. Man strebe den Aufbau eines Kompetenz- und Informationszentrums an und wolle gemeinsam zukunftsweisende Mobilitätskonzepte und Technologien entwickeln.
„Das bisherige Kerngeschäft der Hockenheimring GmbH, die Durchführung von Rennveranstaltungen, ist allein nicht mehr zukunftsfähig, eine unternehmerische Neuausrichtung der Hockenheimring GmbH erscheint daher als unerlässlich“, stellte Adolf Härdle, Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat, in seinem Eingangsstatement fest. Darüber bestehe im Gemeinderat über alle Fraktionsgrenzen hinweg grundsätzlich Konsens. Allerdings stelle sich die Frage wie dies geschehen solle.
Grundlage des regen Meinungsaustauschs war ein von der Fraktion ausgearbeiteter Fragebogen. „Können Sie der Zielsetzung grundsätzlich zustimmen?“, „Fühlen Sie sich durch die Hockenheimring GmbH, die Stadt, die Parteien und die Fraktionen ausreichend informiert?“ waren die Eingangsfragestellungen.
Gefragt wurde weiter wie die Bürger Hockenheims selbst die Zukunft des Hockenheimrings und die Weiterentwicklung des Standorts Motodrom sehen, stimmten doch 80,2 % der abstimmenden Bürger 2001 für den Umbau des Motodroms und hatten damit auch eine Mitverantwortung für die bekannten Folgen übernommen. Der Gemeinderat habe in den rückliegenden 16 Jahren in einer großen Kraftanstrengung gemeinsam mit den Verantwortlichen der Verwaltung und der Hockenheimring GmbH durch verschiedene Maßnahmen die Hockenheimring GmbH „am Leben gehalten“. Die Grünen-Fraktion habe diese, obwohl für die Situation nicht verantwortlich, im Sinne der Standorterhaltung des Motodroms und um Schlimmeres zu vermeiden, mitgetragen.
Abstrakt, über konkrete Inhalte konnte nicht gesprochen werden, skizzierte Härdle die Annahme, dass ein konkretes Konzept vorliege und der Gemeinderat darüber beschließen solle. Eine solch weitreichende Entscheidung allein den ehrenamtlich tätigen Stadträtinen und Stadträten zu überlassen sei nur schwer zumutbar und bedürfe der Mitwirkung und Zustimmung der Bürgerschaft.

Fragebogen:

Hori.Umfrage.03.2018